| Portrait |
| Maria Ward |
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Ein Leben lang ringt die Nonne mit den Männern der Kirche um die Verwirklichung ihrer Vision |
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Maria Ward, eine katholische Engländerin, gründet in Flandern eine Ordensgemeinschaft, um Mädchen in Tagesschulen zu unterrichten. Um wenigstens von gottesfürchtigen Marodeuren nicht überfallen zu werden, kleiden sie sich wie Pilger: Die schwarzen Umhänge und hohen, breitkrempigen Hüte schützen sie außerdem vor Schnee und Regen. Die Gruppe führt nur zwei Pferde mit: Auf dem einen reitet die jeweils schwächste Person, das andere trägt die Körbe mit dem Gepäck. Zu Fuß gehen die Englischen Fräulein und ihre Begleiter durch Elsass-Lothringen, über den verschneiten St.-Gotthard-Pass ins Tessin, durch die Lombardei und die Toskana. Bis zu fünfunddreißig Kilometer am Tag legen sie zurück. Am 24. Dezember treffen sie in Rom ein -- mittellos, weil sie unterwegs bestohlen wurden." (aus Dieter Wunderlich: EigenSinnige Frauen. Zehn Porträts. Verlag F. Pustet, Regensburg 2002: 4. Auflage)
Papst Gregor XV. und später auch dessen Nachfolger Urban VIII. empfangen Maria Ward in Privataudienzen. Die Kirche lässt sie aber auch 1631 in München als Ketzerin einsperren.
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